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Corona, Mineralwasser, Leitungswasser – ein Streit und leere Regale

Eigentlich wollten wir hier nur über einen Streit zwischen der Stiftung Warentest und der Mineralwasser-Industrie berichten. Da geht es um die Frage, wer den nun das beste Wasser hat (beide haben unrecht).
Aber die sich ausbreitende Corona-Pandemie wirft nun ganz andere Fragen auf.

Ist unsere Wasserversorgung gefährdet?

So manch einer erlebte bei seinem letzten Einkauf im Supermarkt eine unliebsame Überraschung. Hamsterkäufe sorgen für leere Regale. Aus Angst vor den Folgen von Corona sind Hygieneartikel und Desinfektionsmittel ausverkauft. Aber nicht nur die. Zunehmend verschwinden Konserven, Nudeln und Reis aus den Regalen. Und eben auch Mineralwasser.

Gefährdet Corona unsere Wasserversorgung? Nein. So weit ist es noch nicht. Wir wollen auch keine Panik schüren. Trotzdem ist es richtig, sich spätestens an dieser Stelle ein paar Gedanken zu machen.  

Der Zugang zu Trinkwasser ist lebensnotwendig. Während der Mensch wochenlang ohne Nahrung auskommt, kann er ohne Wasser allenfalls wenige Tage überleben. Grundsätzlich ist es also plausibel, für eine sichere Versorgung mit Wasser zu sorgen.

Was droht? Wie die derzeitige Entwicklung zeigt, ist es möglich, dass ganze Regionen unter Quarantäne gestellt werden. Dann ist es nicht mehr möglich, sein Haus zu verlassen. Es drohen sogar Strafen.
Oder man erkrankt und kann – ganz profan – nicht mehr einkaufen gehen. Selbst eine Versorgung von außen ist dann nicht immer einfach zu bewerkstelligen. Dann ist es durchaus gut, über einen gewissen Grundstock an Lebensmitteln und Getränken zu verfügen.

Und so greifen die meisten Bürger zu „ihrem Flaschenwasser“. Dabei gibt es ja eine relativ gute Alternative, nämlich das Leitungswasser. Stiftung Warentest meint ja sogar, die bessere.
Was aber, wenn auch diese Quelle ausfällt? Ein Zusammenbruch der Wasserversorgung auf Grund einer Pandemie erscheint zumindest heute doch sehr unwahrscheinlich.  Eventuell könnte das Wasser auch kontaminiert sein. 
Solche Szenarien sind zwar nie völlig auszuschließen, aber derzeit nicht zu erwarten.

Trotzdem ist es richtig, für eine sichere Wasserversorgung geeignete Maßnahmen zu ergreifen. Welche Möglichkeiten es gibt und was wir empfehlen – dazu später. 

Empfehlung für einen Grundvorrat an Trinkwasser

Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) empfiehlt:

„Im Falle einer Katastrophe wie Hochwasser, Stromausfall oder Sturm besteht die Gefahr, dass Lebensmittel nur noch schwer zu bekommen sind. Sorgen Sie daher für einen ausreichenden Vorrat. Ihr Ziel muss es sein, 10 Tage ohne Einkaufen überstehen zu können. Die Lösung liegt in Ihrer Verantwortung.
Ob und wie viel Sie vorsorgen, ist eine persönliche Entscheidung.“

Ein 10-tägiger Grundvorrat für eine Person enthält Nahrungsmittel mit ca. 2.200 kcal pro Tag und deckt damit im Regelfall den Gesamtenergiebedarf ab. Berücksichtigen Sie bei Ihrer Planung persönliche Vorlieben, Diät-Vorschriften und Allergien.

Als Getränke werden 2 Liter je Person und Tag empfohlen. 
„Bei dem vorgeschlagenen Getränkevorrat wurde über den reinen Bedarf eines Erwachsenen von mindestens 1,5 Litern pro Person und Tag hinaus ein Zuschlag von 0,5 Litern vorgenommen, um unabhängig von der öffentlichen Trinkwasserversorgung auch über Wasser zur Zubereitung von Lebensmitteln wie z. B. Teigwaren, Reis oder Kartoffeln zu verfügen.“

Eine genaue Auflistung entnehmen Sie der Broschüre des Bundesamtes. Den Link finden Sie am Ende dieses Artikels.

 

Mineralwasser gegen Leitungswasser

Stiftung Warentest und die Mineralwasser-Industrie streiten

Ein interessanter Streit eskaliert aktuell zwischen der Mineralwasserindustrie und der Stiftung Warentest. Die hatte im vergangenen Sommer 32 stille Mineralwässer getestet und 20 Proben von Leitungswasser gegenübergestellt.

Das Ergebnis: Nur die Hälfte der Mineralwässer wurde für gut befunden. Es wurde sogar die Note „mangelhaft“ vergeben. Viele der Wässer seien „mit Keimen oder nennenswert mit kritischen Stoffen belastet oder mit Spuren aus Landwirtschaft und Industrie verunreinigt“.
Zudem seien in den Wässern wenig Mineralien zu entdecken. Oftmals fanden sich im Leitungswasser mehr Mineralien, als in den „Mineralwässern“!

Leitungswasser sei grundsätzlich eine mindestens gleichwertige oder bessere Alternative.

Ökotest testete 53 verschiedene Mineralwässer mit Kohlensäure. Auch da konnten die Ergebnisse nicht komplett überzeugen; nur jedes zweite Wasser war in Ordnung. Dafür wurden auch Bor, Arsen und Pestizide nachgewiesen.

Welche Wasserqualität ist am besten? Wasser aus der Flasche oder Leitungswasser?

Ist Leitungswasser besser?

Die Mineralwasser-Lobby beschwerte sich nun insbesondere gegen die gute Bewertung des Leitungswassers. Dies sei reine Irreführung des Verbrauchers, da das Leitungswasser anders getestet wurde. So wurde dort keine mikrobiologische Prüfung durchgeführt. Ebenso wurde beim Leitungswasser der Geschmack nicht bewertet.

Zudem wirft der Verband der Mineralwasserindustrie ein, sei die sogenannte „letzte Meile“, der Weg des Leitungswassers ab Versorgungsleitung über die Rohrleitungen des Hauses und die Armaturen nicht berücksichtigt worden. Dort lauern nämlich jede Menge Gefahren: Schwermetalle (Blei, Cadmium), Keime und andere Verunreinigungen können die Qualität des Leitungswassers erheblich beeinträchtigen.

Stiftung Warentest weist wiederum alle Vorwürfe zurück. Schließlich gibt es unterschiedliche Verordnungen und Anforderungen für Leitungswasser und Mineralwässer. Zur Erinnerung: die Auflagen für Trinkwasser aus unseren Leitungen sind wesentlich schärfer und umfangreicher, als die für Mineral- und Tafelwässer. Zudem habe man Leitungswasserproben bewusst in sehr belasteten Regionen genommen.

Big Business

Absolut verständlich – der Aufschrei der Mineralwasserindustrie: schließlich will man sich dieses prima Geschäft mit aus dem Boden gepumpten Wasser, das dann beim Abfüllen eine wundersame Wertsteigerung, oft um das X-Hundertfache erfährt, nicht vermiesen lassen. Ein Liter Leitungswasser kostet ca. 0,2 Cent. Mineralwasser zwischen 0,15 € und 1,50€ je Liter. Möge jeder selbst rechnen…

„Geschäftsschädigend“ für die Mineralwasser-Industrie ist zudem das Entstehen  eines Bewusstseins für Nachhaltigkeit. Wie unsinnig der Transport von Mineralwasser über Tausende von Kilometern ist, erschließt sich mittlerweile auch dem „Otto Normalbürger“. Und auch Plastikflaschen werden zunehmend kritisch gesehen: hier geht es einerseits um gesundheitliche Gefährdungen, aber auch um die enorme Menge an Plastikmüll, die das Plastikflaschenwasser weltweit hinterlässt.

480 Milliarden Flaschen jährlich

Zahlen dazu? In Deutschland werden pro Jahr ca. 16,4 Milliarden Einwegplastikflaschen verbraucht. Für die Herstellung dieser Plastikflaschen werden etwa 470.000 Tonnen Kunststoff benötigt. Weltweit werden über eine Million Plastikflaschen verkauft. Minütlich. Macht 16.700 Flaschen in der Sekunde und ca. 480 Milliarden Flaschen jährlich. Optimistisch gerechnet wird vielleicht die Hälfte dieser 480 Milliarden Flaschen.

Wirklich sorgen muss sich die Mineralwasserindustrie daher noch nicht. Mehr als 144 Liter (Zahl aus 2014) Mineralwasser trinken die Deutschen im Schnitt jährlich. Hier hat die Industrie grandioses Marketing betrieben: 1970 waren es lediglich etwa 12 Liter je Kopf. Tendenz: weiter steigend!

Was jeder über Corona wissen sollte (Quelle: welt.de youtube)

Besser als Mineralwasser und Leitungswasser

Wasser aus frei zugänglichen Quellen 

Es gibt bessere Alternativen als Mineral- und Leitungswasser. Quellwasser ist eine solche Alternative. Oder man sollte besser korrigieren: es war eine besser Alternative. Wasser, aus den Bergen, aus unterirdischen Quellen, hochrein, „lebendig“, sauerstoffreich, durch kilometerstarke Gesteinsschichten gefiltert und mit Mineralien versetzt ist heute selten geworden. Die zunehmenden Umweltbelastungen verunreinigen auch die letzten Quellen: Nitrate, Pestizide und andere Stoffe dringen tief in die Böden ein und sorgen dafür, dass immer mehr ursprünglich freie Quellen geschlossen werden.

Ideales Wasser

Schon oft haben wir hier über „ideales Wasser“ berichtet. Ideales Wasser verfügt über bestimmte physikalische Eigenschaften. Es ist vom pH-Wert neutral, bzw. ganz leicht sauer (pH-Wert 6,5 bis 7). Je weniger Fremdstoffe in einem Wasser sind, je reiner ein Wasser ist, desto besser kann es seine Aufgabe als Transportmittel erfüllen. Dies kann über den Widerstandswert (Leitwert in µS Mikrosiemens) des Wassers gemessen werden. Je geringer der Messwert, desto weniger Fremdstoffe befinden sich im Wasser, desto besser kann dieses Wasser Stoffe transportieren. Nach dem französischen Forscher Prof. Vincent ist Wasser bis zu einem Wert von 130 Mikro-Siemens ideal.

Idealerweise ist es zudem noch wohlschmeckend, was vor allem von enthaltenen Mineralien abhängt.

Heute kann man ein solches Wasser durch eine Kombination verschiedener Filtertechniken und das sogenannte Osmoseverfahren künstlich herstellen.

Wasserversorger können eine solch aufwändige Reinigung des Wassers selten leisten. Die dafür erforderliche Technik ist zu komplex und zu teuer. Es gibt aber Wasserfilter, mit denen Sie sich Ihre private Wasserquelle nach Hause holen können.

 

Corona Covid-19 Virus und was sie heute tun können

Corona VirusKommen wir zurück zu der eingangs erwähnten Corona-Pandemie.  Heute ist es leider durchaus denkbar, dass größere Regionen unter Quarantäne gestellt werden. Wie zuletzt in Italien geschehen. Möglicherweise können sich dann einzelne Personen nicht mehr grundversorgen.

Halten Sie sich an die grundlegenden Empfehlungen

Das „A und O“ ist die Beachtung der wichtigen hygienischer Maßnahmen:
Regelmäßiges, sorgfältiges Händewaschen.
Vermeiden Sie größere Menschenansammlungen.
Halten Sie Abstand.
Sollten Sie selbst erkranken, handeln Sie verantwortungsvoll. Niesen in die Armbeuge, nicht die Hände, Taschentücher nur einmal benutzen. Wenn möglich, zuhause bleiben.
Hierzu gibt es genügend ausführliche Anleitungen.

Trinken Sie ausreichend und permanent Wasser

Dieser wichtige Hinweis wird erstaunlich wenig kommuniziert, wird aber zum Beispiel von japanischen Ärzten empfohlen, die COVID-19-Fälle behandeln. Jeder sollte sicherstellen, dass Mund und Rachen feucht und niemals trocken sind.
Nehmen Sie mindestens alle 15 Minuten ein paar Schluck Wasser.
Grund: selbst wenn das Virus in Ihren Mund eindringt, werden sie durch Trinkwasser oder andere Flüssigkeiten durch Ihre Speiseröhre in den Magen gespült.
Sobald Sie dort sind, töten Ihre Magensäuren das gesamte Virus ab.
Wenn Sie nicht regelmäßig genug Wasser trinken, kann das Virus in Ihre Luftröhren und in die Lunge gelangen.
Das ist sehr gefährlich.
Generell sind trockene Schleimhäute für Infekte wesentlich empfänglicher, als gut feuchtes Gewebe.

Legen Sie sich Basisvorräte an

Wie gesagt: wir wollen keine Panik schüren. Auch sind die Informationen, die uns erreichen äußerst widersprüchlich. Für alle, die eine längere Quarantäne für möglich halten, erscheint uns die Anschaffung eines Grundvorrates an Lebensmitteln und Wasser, wie sie auch das Bundesamt für Bevölkerungsschutz empfiehlt (siehe Kasten oben), durchaus sinnvoll. Lebensmittel stellen Sie nach Ihren eigenen Wünschen zusammen. Auf Trinken und Wasser bezogen wird eine Menge von mindestens 2 Litern  je Person und Tag empfohlen. Um also 10 Tage zu überstehen, sollten je Person 20 Liter Wasser zur Verfügung stehen.

Dies kann durch das Deponieren entsprechender Wasserbehälter, bzw. Wasserflaschen geschehen. Wir empfehlen allerdings die Verwendung von Leitungswasser in Verbindung mit entsprechenden Wasserfiltern. So verfügt man immer über sauberes, unbelastetes, von allen Schadstoffen befreites Wasser. Und dies in praktisch beliebiger Menge. So können auch längere Perioden zumindest unter diesem wichtigen Aspekt gut überstanden werden. Perfekt wäre es, eine gewisse Notreserve in entsprechenden Behältern vorzuhalten und eine leistungsfähige Filteranlage zu nutzen.

Ein solcher Wasserfilter entfernt übrigens auch zuverlässig alle Bakterien und Viren aus dem Wasser. Der Verein Water4Life nutzt hier die Ideal Water Wasserwerke. Alle notwendigen Informationen finden Sie auf deren Website. Eine solche High-Tech-Filteranlage kann sogar stark verschmutztes Wasser wieder trinkbar machen.

Unsere Lösung: Gutes Wasser an unseren
Trink-Dich-Fit - Wassertankstellen

Seit 2012 etablieren wir im deutschsprachigen Raum unsere  Water4Life - Wassertankstellen. Hier kann sich jeder mit gutem Wasser versorgen, sich über Ideales Wasser und unseren Verein informieren und am „Trink Dich fit“ Programm teilnehmen.
Eine Water4Life Wassertankstelle veredelt vor Ort das vorhandene Leitungswasser zu idealem Wasser. Mit unseren „Mach mit und trink Dich fit“  Wassertankstellen, möchten wir die Menschen dazu einladen, die Heilkraft des Wassers kennen zu lernen und für ihre Gesundheit zu nutzen.

Mehr Informationen zu unseren Wassertankstellen erfahren Sie hier und in unserem Newsletter!

Unsere Mission

Wir, Water4Life – Europäisches Institut für Gesundheit und Wasserqualität,  sind ein eingetragener Verein. Wir veröffentlichen regelmäßig Beiträge zu den Themen Wasser, Umwelt und Gesundheit. Wir sind unabhängig, neutral und manchmal unbequem. Wir schauen über den Tellerrand packen auch unpopuläre Themen an.

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