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Glyphosat-Grenzwert: einfach mal ver-3.600-fachen!

Glyphosat: EU genehmigt weitere 5 Jahre

Vor wenigen Wochen, im November 2917, hat die Bundesregierung der Verlängerung der Verwendung von Glyphosat in der EU-Kommission um weitere 5 Jahre zugestimmt.

Mit seiner Entscheidung für das Unkrautvernichtungsmittel hat sich Minister Christian Schmidt (CSU) im Alleingang auf die Seite  des Bauernverbands und der Agrarlobby, der Agrarindustrie, der Zulieferkonzerne und gegen das Umweltministerium und  praktisch gegen alle Parteien gestellt.

Nun zieht die Schweiz offensichtlich nach.

Schweiz will Glyphosat-Grenzwert um das 3.600-fache erhöhen

Das dortige Bundesamt für Umwelt  will den Grenzwert für Glyphosat in Bächen, Flüssen und Seen um das 3600-fache, dreitausendsechshundertfache erhöhen. Dreitausendsechshundert!

Aktuell lautet der Grenzwert 0,1 Mikrogramm pro Liter Wasser und soll auf 360 gesetzt werden. Das bedeutet, Landwirtschaft darf dann ein Vielfaches an Glyhposat auf den Feldern ausbringen.

Die Naturschützer laufen Sturm. In einer  Initiative fordern sie, dass Subventionen nur noch die Landwirtschaftsbetriebe erhalten, die durch ihre Produktion die Umwelt und dadurch auch die Gesundheit von Mensch und Tier schützen und das Trinkwasser vor Verschmutzung bewahren.

Wir meinen, ein vorbildlicher Ansatz, zur Nachahmung empfohlen!

Denn Pestizide und viel zu hohe, durch riesige Futtermittelimporte gemästete Tierbestände, die regelmäßigen Antibiotikaeinsatz erfordern, verursachen die größten Umweltprobleme in der Landwirtschaft und verschmutzen unsere Gewässer und unser Trinkwasser.

Fakt ist aber zunächst, es sollen die Grenzwerte für Glyphosat in der Schweiz im Trinkwasser um das 3600-fache erhöht werden!

Was geht das uns an?

Nun könnte man meinen, das ist die Schweiz – was geht uns das an? Jede Menge.

Zum einen war die Zustimmung der BRD entscheidend, dass die Verlängerung für Glyphosat in der EU durchging.  Und, das sollte jedem klar sein, Pestizide, Herbizide und andere Gifte machen an Ländergrenzen keineswegs halt! Es gibt klare Hinweise, dass Glyphosat entgegen Angaben der Hersteller nicht vor Ort verbleibt, sondern in den Wasserkreislauf gerät.

Glysophat im Wasserkreislauf

Dies hat unter anderem der Bodenkundler Peter Gros von der Agrar- und Umweltwissenschaftlichen Fakultät der Uni Rostock in seiner Doktorarbeit überprüft: er stellt fest, dass das Glyphosat keineswegs sofort gebunden und abgebaut wird, sondern wandert und so eben auch ins Grundwasser gelangt. Das könnte auch erklären, wieso der Wirkstoff zum Beispiel in der Ostsee nachgewiesen wurde.

Gemäß Herstellerangaben kann Glyphosat eigentlich gar nicht in Wasser gelangen. Dennoch wurde es bereits in Trinkwasser, in Bier, im Urin getesteter Personen und  in Kläranlagen nachgewiesen. Es ist praktisch unvermeidbar, dass Rückstände ins Oberflächen-, bzw. Grund- und Trinkwasser gelangen. Klärwerken fehlen in aller Regel die Möglichkeiten (oder Gelder) alle Fremdstoffe, hier eben Pestizide und Herbizide  aus dem Wasser herauszufiltern. So geschieht, dass immer wieder Rückstände von Glyphosat im Trinkwasser entdeckt und nachgewiesen werden.

 

Und das ganze – ein einmaliger Vorgang?

Wenn nichts mehr geht: Grenzwerte erhöhen

Mitnichten. Es ist bewährte Praxis, Grenzwerte die schwierig zu kontrollieren sind oder eben nicht eingehalten werden können, systematisch zu erhöhen. Auch in Deutschland ist das mehrfach geschehen, wie zum Beispiel Greenpeace in einem Artikel zusammenfasst.

Dies geschah übrigens auch mit den zulässigen Belastungen für unser Trinkwasser. So wurde der Grenzwert für den Leitwert des Wassers (ein Maß für die Belastung des Wassers mit Fremdstoffen) über die Jahre systematisch erhöht.

Bis 1980 war der Grenzwert 280µS. 2013 forderte die EU eine Norm von von 400 µS, die WHO empfahl 750 µS. Bis 1990 legte die deutsche Trinkwasserverordnung einen Wert von 1.000µS fest. Dann verdoppelte man ihn mal schnell auf 2.000µS. Heute liegt der Grenzwert bei 2.500µS (bei 20° C), bzw. 2.790µS bei 25°C.

Also sind wir nicht wirklich besser.

Was tun? Schützen Sie sich vor Pestiziden im Trinkwasser!

Und wieder stellt sich die Frage: was können wir tun? Wie schützen wir uns, unsere Kinder, die Umwelt?

  • Informieren Sie Freunde, Familie über diese Problematik!
    Teilen Sie diesen Artikel!
  • Schließen Sie sich Kampagnen gegen Pestizide, für Umwelt und Natur an!
    Übernehmen Sie politische Verantwortung.
  • Trinken Sie möglichst nur gefiltertes Wasser! Wasser ohne Schadstoffbelastung gibt es zum Beispiel kostenfrei an den Water4Life-Wassertankstellen!

Was ist Glyphosat?

Glyphosat ist ein hochumstrittener Unkrautvernichter in der Landwirtschaft, der laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) «wahrscheinlich krebserregend» ist.

Wie arbeitet Glyphosat?

Das Glyphosat wird von den Pflanzen über die Blätter aufgenommen. Von dort gelangt es in die gesamte Pflanze und blockiert die Produktion von Aminosäuren. Die Pflanze stirbt ab.

Für die Agrarindustrie ein effektiver Weg, schneller und kostengünstiger zu arbeiten, für die Umwelt belastend und ein hohes Risiko.

Hier einige Gefahren und Folgen für die Natur:

  • Es gilt laut WHO als wahrscheinlich krebserregend
  • Die Artenvielfalt ist bedroht
  • Wildkräuter werden vernichtet
  • Insekten finden keine Nahrung mehr
  • Es gelangt in den Wasserkreislauf

 

Unsere Lösung: Gutes Wasser an unseren
Trink-Dich-Fit – Wassertankstellen

Seit 2012 etablieren wir im deutschsprachigen Raum unsere  Water4Life – Wassertankstellen. Hier kann sich jeder mit gutem Wasser versorgen, sich über Ideales Wasser und unseren Verein informieren und am „Trink Dich fit“ Programm teilnehmen.
Eine Water4Life Wassertankstelle veredelt vor Ort das vorhandene Leitungswasser zu idealem Wasser. Mit unseren „Mach mit und trink Dich fit“  Wassertankstellen, möchten wir die Menschen dazu einladen, die Heilkraft des Wassers kennen zu lernen und für ihre Gesundheit zu nutzen.

Mehr Informationen zu unseren Wassertankstellen erfahren Sie hier und in unserem Newsletter!

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